Ein Spycher zum Verlieben – und zum Käse teilen

Unser Fondue-Spycher auf dem Appenberg ist einer dieser Orte, an denen man am liebsten einfach sitzen bleibt. Mit seinem gemütlichen Ambiente lädt er dazu ein, den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen und in geselliger Runde unbeschwerte Stunden zu geniessen.

Dabei hat der historische Spycher selbst schon eine ziemlich bewegte Geschichte hinter sich – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Im Juni 2013 geriet der Hang unterhalb des Appenbergs nach heftigen Regenfällen ins Rutschen. Plötzlich stand auch der sieben Tonnen schwere Spycher auf unsicherem Boden. Sein Sockel war teilweise abgerutscht, das kleine Holzhaus ruhte nur noch auf drei Pfeilern. Höchste Zeit also für einen Umzug! Mit grossen Trageriemen und einem Kran hoben Zimmerleute den Spycher vorsichtig zwischen den Bäumen hindurch auf einen Lastwagen. Nach rund 40 Jahren am damaligen Standort musste das historische Gebäude seinen Platz verlassen. Zunächst wurde es rund 200 Meter entfernt zwischengelagert.

Im Zuge des Umbaus zum Seminarhotel Appenberg hat der Spycher nun ein neues Zuhause in der Nähe der Küche gefunden. Dort wurde er liebevoll renoviert und für seine neue Aufgabe eingerichtet. «Früher musste er vor dem abrutschenden Hang gerettet werden. Heute steht er zum Glück auf sicherem Boden – und ganz in der Nähe von etwas mindestens so Wichtigem: gutem Fondue!

Früher dienten solche Spycher als Schatzkammern der Emmentaler Bauernhöfe. Hier wurden Korn, Fleisch, Kleider und sogar Geld sicher aufbewahrt. Heute sind es die gemütlichen Stunden mit lieben Menschen, die diesen Ort so wertvoll machen.

Inzwischen lädt der renovierte Fondue Spycher auf dem Appenberg zu genussvollen Stunden ein. Bis zu sechs Personen finden hier Platz für einen gemütlichen Fondueabend in besonderer Atmosphäre.

Und eines ist sicher: Nachdem der Spycher 2013 selbst ins Rutschen geraten ist, sollte heute höchstens noch das Brot von der Gabel rutschen.